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Alternativen

Published on Dezember 25th, 2012 | by lob

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DLNA und UPnP

Neben den großen Streaming Lösungen wie AirPlay, Sonos oder Squeezebox, gibt es seit 2005 eine spannende Alternative mit der Bezeichnung DLNA.

Der DLNA Standard ist unter anderem eine Weiterentwicklung des bekannten UPnP Standards (Universal Plug and Play) um die Audio und Video Streaming Funktionen und arbeitet Herstellerübergreifend. Ziel ist es dabei, dem unbedarften Verbraucher eine Orientierungshilfe bei der Auswahl zu einander kompatibler Geräte zu liefern und sicher zu stellen, dass die Inbetriebnahme ohne technisches Spezialwissen möglich ist.

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DLNA steht für Digital Living Network Alliance und ist im Grunde ein Konsortium aus über 250 Firmen. Gemeinsam wurde ein Standard entwickelt um unter anderem Audio und Video Daten Hersteller- und Geräteübergreifend übertragen zu können. Aus der DLNA Initiative entstand so der DLNA Standard bzw. eine DLNA Zertifizierung. Jedes Gerät auf dem ein DLNA Aufkleber zu finden ist, sollte demnach mit jedem anderen DLNA zertifizierten Gerät bzgl. Audio und Video streaming kompatible sein – So weit die Theorie.

Ernüchterung macht sich breit, wenn man sich die Mindestanforderungen der DLNA Zertifizierung genau anschaut: So wird bei der aktuellen DLNA Version 1.5 (verabschiedet 2008) vorgegeben, dass bei Audio Medien zwingend LPCM und nur optional MP3, WMA9, AC-3, AAC und ATRAC3 unterstützt werden muss. Das heißt, dass eine DLNA Zertifizierung nicht einmal garantiert das MP3 Files wiedergegeben werden können. Video Medien müssen zwingend im MPEG2 Format und nur optional MPEG1, MPEG4 und WMV9 unterstützt werden – In der Realität werden jedoch Formate wie H.264, MKV, DivX oder Xvid genutzt.

Auf der anderen Seite grenzt DLNA den Funktionsumfang der Geräte jedoch auch nicht ein. So ist es mit Hilfe von DLNA (bzw. dem zugrundeliegenden UPnP Protokoll) möglich hochauflösende Audio Formate wie FLAC mit 196kHz und 24 Bit zu übertragen, vorausgesetzt Server und Player unterstützen dieses Format.
Zwischenzeitlich haben viele Hersteller verstanden das die Erfüllung der DLNA Anforderungen gut aber nicht ausreichend ist. Moderne Geräte unterstützen eine Vielzahl von Formaten.

Arbeitsweise:

Ein typisches DLNA Setup für Audio/Video Streaming setzt sich aus bestimmten Geräteklassen zusammen: Dem Digital Media Server (DMS), dem Digital Media Player (DMP) und/oder Renderer (DMR) sowie einem Digital Media Controller (DMC).

Der Digital Media Server stellt als „Master“ die zu streamenden Daten bereit (hier liegt also das persönliche Musik oder Film Archiv). In der Praxis ist das ein PC mit einer entsprechenden Software (z.B. der Twonky Media Server oder Plex) oder auch eine Netzwerkfestplatte (NAS) mit entsprechender DLNA / UPnP DMS Funktion. Der Media Server ist vergleichbar mit einem Mac auf dem Apple iTunes mit entspr. Freigabe läuft.

Die Wiedergabe erfolgt dann an einem Digital Media Player (z.B. einem Fernseher mit Media Player Funktionalität). Der Media Player arbeitet als „Slave“, findet den Media Server automatisch und zeigt die freigegeben Inhalte an. Die Wiedergabe sowie die Steuerung (Lautstärke, Track vor / zurück etc.) erfolgt dann direkt am Player. Diese Funktion ist in etwa vergleichbar mit dem Apple TV.

Zusätzlich kann man mit einem Digital Media Controller (z.B. PlugPlayer für iOS oder Android) auf die Inhalte des Media Servers zugreifen und dann gezielt die Wiedergabe auf einem Digital Media Renderer (z.B. der heimischen HiFi Anlage mit DLNA / UPnP Funktionalität) starten. Der Controller arbeitet quasi als Fernbedienung und findet automatisch den Media Server sowie im Netzwerk verfügbare Media Renderer.
Über den Controller kann nicht nur der Inhalt des Server durchsucht werden, über ihn kann auch die Lautstärke reguliert oder in einem Film vor- / zurückgespult werden (sofern diese Funktionen von der Software unterstützt werden).

Ein Media Renderer ist also für den Media Controller „sichtbar“ und kann mit einem Audio oder Video Stream aktiv beschickt werden (vgl. Apple Airport Express). An dem Media Renderer selber kann man nicht auf die Inhalte des Servers zugreifen. Diese Funktion bleibt dem Media Player bzw. dem Controller vorbehalten. Der Media Player ist wiederum für den Media Controller nicht sichtbar und kann somit nicht dezentral angesteuert werden.
Die Unterscheidung zwischen Media Player und Renderer macht durch aus Sinn, da z.B. ein Lautsprecher als Renderer fungiert und keine Display zur Auswahl der Inhalte des Media Servers besitzt.

In der Praxis existieren oft Kombinationen z.B. aus Media Server inkl. Media Controller (also das Bereitstellen von Inhalten und die gezielte Wiedergabe an einen Media Renderer inkl. Steuerung der Lautstärke, Anhalten der Wiedergabe, Sprung zum nächsten Titel etc.). Bei Apple entspricht dies exakt der Arbeitsweise von iTunes.

Der Vollständigkeit halber sei hier noch erwähnt, dass es für die verschiedenen Geräteklassen auch noch Mobile Varianten gibt. Also einen Mobile Digital Media Controller (M-DMC), einen Mobile Digital Media Player (M-DMP) etc. Auch gibt es noch weitere DLNA Klassen die aber nichts mit Audio/Video Streaming zu tun haben und daher hier nicht erwähnt werden.

Etwas kompliziert wird es bei der Verwaltung des eigenen Musik- oder Filmarchivs. Wo man bei AirPlay für alles einfach iTunes benutzen kann, muss man sich bei der Nutzung von DLNA genau überlegen wie die Daten auf dem Server abgelegt werden und mit welcher Software diese verwaltet werden sollen. So kann man bei der Server Software „Twonky Media Server“ oder „Plex“ eigene Playlisten erstellen die dann mit dem Media Player abgerufen werden können, parallel kann man aber auch ein einem Media Player  eine Playlist erstellen, die aber dann ggf. von keinem anderen Media Player genutzt werden kann.

Fazit:

Gut das man sich beim Einsatz von DLNA keine Gedanken über die Kommunikation zwischen den Geräten machen muss. Dies ist innerhalb des heimischen Netzwerkes durch Nutzung von UPnP sichergestellt.

Aufgrund der vielen unterschiedlichen Medienformate es ist aber extrem wichtig vor dem Kauf von DLNA zertifizierten Produkten genau zu prüfen welche Formate von dem gewünschten Gerät unterstützt werden. Auch muss geprüft werden ob die gewünschten Funktion (Lautstärkeregelung, Vor- / Zurückspulen, Anzeige des Coverbildes eines Albums etc.) von den verschiedenen Produkten bzw. Applikationen unterstützt werden.

Eine DLNA Zertifizierung Garantiert eben nicht den Funktionsumfang und ebenso nicht das die benötigten Medienformate von allen Geräten unterstützt werden. Im Vorfeld muss man sich daher genau überlegen was man braucht und wie man die Geräte nutzen möchte. Vermutlich erlebt man aber erst beim Einsatz der verschiedenen Produkte was nicht geht. In der Praxis müssen ggf. verschiedene Geräte und Apps ausprobiert werden bis der gewünschte Funktionsumfang gegeben ist.

Hiermit ist meines Erachtens der Anspruch an einer verbraucherfreundlichen Standardisierung nicht erfüllt. DLNA garantiert zwar eine gewisse minimal Kompatibilität, diese ist jedoch nicht praxistauglich. Somit gehört DLNA ehr zu „Jungend Forscht“ als in das heimische Wohnzimmer.

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Ich liebe Technik - Bin ein Apple Fanboy und HiFi begleitet mich schon mein ganzes Leben lang.



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